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Die 1-per-1 Instagram Strategie für Künstler - So stärkst du dein Netzwerk als Künstler

instagram Dec 09, 2019

Wenn ich mich mit Künstlern über Social Media Marketing und Instagram Strategien unterhalte, dann wird oft eine Sache klar: Keiner hat Bock drauf. Instagram ist oberflächlich, die Selbstdarstellung stinkt bis zum Himmel und das "Anbiedern" und "Verkaufen" ist den Meisten einfach ein Dorn im Auge.

Instagram - die Dopamin-Schleuder für Zwischendurch. Aber trotzdem ist Instagram ein sehr effektives Werkzeug für Künstler, um Kunstinteressierte mit ehrlichem Interesse für deine Kunst zu erreichen.

Wer das bezweifelt kann sich gerne diesen Beitrag von Artsy.net ansehen: These Artists Jump-Started Their Careers by Selling Directly to Collectors on Instagram

Denn Künstler verkaufen heutzutage zunehmend über Instagram ihre Kunst.

Der mühselige Aufbau einer Fanbase auf Instagram

"Früher war alles besser" oder "Heute ist alles so kompliziert" gepaart mit einer Brise "das funktioniert für mich nicht" und zum Nachtisch ein kaltes "keinen Bock mich zum Affen zu machen". Spaß beiseite, Instagram ist kein einfaches Pflaster.

Als ich noch bis vor 2 Jahren den Account meines Künstlers Mickey Coon auf 3600 Follower hochgetrieben habe war die Interaktionsfreudigkeit der User höher. Man folgt einander und kommentiert gerne. Heute wird beobachtet. Zack, nur noch 2800 Follower.

Erst heute wurde im Business Insider ein Artikel über Instagram Produktchef Robby Stein veröffentlicht, der erklärt, welche Inhalte wie auf Instagram konsumiert werden: Der Chef von Instagram-Stories erklärt, wie grundlegend sich unser Social-Media-Verhalten verändert

Laut Robby Stein sind Stories und Direktnachrichten die Zukunft der Kommunikation auf Instagram. Interessant, denn die bisherigen Strategien, um mehr Follower auf Instagram zu erreichen, beinhalten keine Stories und selten die direkte Ansprache.

Lass uns die gebräuchlichsten Instagram Strategien näher betrachten

Die 5 Instagram Strategien, die bisher genutzt werden um neue Follower dazu zu gewinnen.

1. Follow/unfollow
Kern der Strategie ist es Accounts zu folgen, mit dem Hintergedanken, dadurch eine gewissen Wechselseitigkeit zu motivieren. Das heißt, wenn ich dir folge, folgst du mir wahrscheinlich auch. Sobald der Gegenüber dir folgt, wird ein wenig gewartet. Worauf? Nach einer gewissen Zeit nimmt man seinen "Follow" zurück und erscheint auf dem Bildschirm besonders beliebt. Asozial? Vielleicht. Effektiv? Nicht mehr.
Früher hat diese Strategie sehr gut funktioniert, heute ist sie gepaart mit Kommentaren wie "Hey schau doch mal auf meinem Profil vorbei" eher nervig und verfehlt den gewünschten Effekt. "Spam melden"

2. Themenseiten als Hebel
Jeder Künstler kennt diese Seiten, die einfach schöne oder interessante Beiträge zu einem bestimmten Thema teilen. Im Marketing nennt man das "user generated content" und ist deshalb besonders beliebt, weil dieses Konzept skalierbar ist. Je mehr Nutzer ihre Bilder einreichen, umso höher die Reichweite, ohne selbst einen hohen Aufwand betreiben zu müssen.Die Reichweite nutzt man dann, um auf die eigenen Themen aufmerksam zu machen. Beispielsweise Partnerlinks, die bei Käufen Provisionen abwerfen.
Diese Methode ist sehr zeitaufwändig oder erfordert ein gewisses technisches know-how. Mit ein wenig finanziellem Einsatz und einem Schuhkarton voller Sim Karten aus China lassen sich hunderte Instagram Accounts parallel mit Inhalten voll stopfen und Bots den Rest der Arbeit machen lassen. Ein hoher Prozentsatz wird gesperrt, der Rest verdient gutes Geld bis das nächste Algorithmus Update kommt.

3. Shout outs & like4like
Das hast du bestimmt schon mal gesehen: Hashtags wie #shoutout4shoutout oder #like4like sollen andere dazu motivieren meine Inhalte zu liken. Wer diese hashtags nutzt erklärt sich bereit andere Beiträge mit diesem Hashtag zu liken. Warum? Damit es so erscheint, als wäre man beliebt. Shout outs funktionieren ähnlich.

Man kollaboriert mit anderen Instagram Accounts und erwähnt sich gegenseitig in Beiträgen. Achtung! Seit der jüngsten Datenschutz-Grundverordnung muss diese Tätigkeit mit einem Werbehinweis versehen werden, wenn dadurch ein wirtschaftlicher Erfolg herbeigeführt werden könnte. Also fast immer.

Eine Grauzone ist es den Urheber eines Bildes oder Fotos namentlich zu nennen, denn dazu ist man rechtlich verpflichtet. (Hinweis: Ich bin kein Rechtsanwalt und ich empfehle in solchen Dingen immer einen qualifizierten Rechtsbeistand aufzusuchen. Ich = kein qualifizierter Rechtsbeistand.)
An sich keine schlechte Sache, dieses gegenseitige Erwähnen. Nur lässt die Qualität der Ergebnisse oft zu wünschen übrig.

4. Influencer Marketing
Ähnlich wie bei den Shout outs wird hier nicht mit einer Erwähnung bezahlt, sondern mit echtem Geld. So können Künstler ihre Arbeiten bei bekannten Instagrammern platzieren und dadurch mehr Aufmerksamkeit und Vertrauen durch Assoziation generieren. An sich keine schlechte Strategie, aber in den meisten Fällen nicht gerade günstig. Deine Zielgruppe wird wahrscheinlich über 30 Jahre alt sein und ein gewisses Budget zur Verfügung haben.

Naja, diese Personen sind nicht so sehr "Influencer fixiert" und folgen nur wenigen Accounts. Zumindest bis jetzt.

Wer die u30 Generation ansprechen möchte, sollte Influencer Marketing auf Instagram im Hinterkopf behalten. Die ü30er tummeln sich noch überwiegend auf Facebook herum und Deutschland ist was die Aktivität angeht ohnehin im hintersten Drittel unterwegs.

Wer sich an die frühen Tage von facebook erinnert wird bis heute eine klare Entwicklung beobachten. Die "Alten" rücken nach. So wird's wohl auch mit Instagram irgendwann sein.

5. Die $1.80 Strategie von Gary Vee
Gary Vaynerchuk ( Gründer von Wine Library und der Marketing Agentur Vayner Media) kam vor einigen Jahren mit dieser Strategie auf den Markt. Man sucht sich 10 hashtags heraus, die für den eigenen Bereich oder Themenbereich relevant sind und kommentiert täglich die top 9 posts. Im Englischen spricht man von "giving my 2 cents", wenn man einen Kommentar oder eine eigene Meinung zu einer Sache formuliert.
Die Rechnung: 2 Cent x 10 Hashtags x 9 Posts = $1.80

Klick auf das Bild, um mehr über diese Strategie zu erfahren.

Im Netz kursieren zu dieser Strategie haufenweise Testberichte, die wirklich sehr positiv ausfallen. Rapider Wachstum von Accounts und tausende Likes. Aber an dieser Stelle muss man sich fragen, wie effektiv es ist jeden Tag 3 Stunden mit Instagram zu verbringen, wenn ein weitaus größerer Erfolg mit anderen Methoden erreicht werden kann? Beispielsweise strategische Partnerschaften mit relevanten Playern in deinem Bereich oder stumpf einen Gastartikel nach dem anderen in das Netz zum pumpen.

Auch ist diese $1.80 Strategie sehr zeitaufwändig und anstrengend. Kommentiere mal 90 Beiträge jeden Tag auf eine sinnvolle Art und Weise. Da bist du locker 3 Stunden beschäftigt.

Außerdem sind Künstler mit konzeptionellen Themen schwieriger auf den ersten Blick zu erfassen als Yoga Girls. Auch ist die Art und Weise, wie man sein künstlerisches Schaffen in den Posts und der Bio beschreibt maßgeblich für die Wahrnehmung deiner potentiellen Follower. "Oilpainter from Berlin" mag an dieser Stelle zu wenig sein und "Meine Kunst ist Ausdruck meines inneren Seins" wirkt ganz bestimmt abschreckend.

Worauf ich hinaus möchte ist ganz klar: Am Ende kommentiert man zwar die Top Beiträge jeden Tag, doch diese wechseln jeden Tag und somit auch die Personen, mit denen du interagierst. Du hast keinen Überblick darüber mit wem du schon geschrieben hast, was du schreiben sollst und warum du jedes mal auf's Neue Interesse vortäuschen musst. Schwierig.

Zwischen Qualität und Quantität - Was ist der richtige Ansatz?

Was ist das Ziel der meisten Nutzer auf Instagram? Ganz genau, viele Follower. Wir fühlen uns wertgeschätzt und ein bisschen erhaben, wenn plötzlich 10.000 Personen unserer Sache folgen.

Doch was sollte das Ziel eines Künstlers auf Instagram sein?

Know, Like & Trust - Die drei Faktoren für den Verkauf

Ich bin der Meinung, dass es Grundprinzipien gibt, die in allen Bereichen des Lebens anwendbar sind. Beispielsweise der Spruch "Qualität statt Quantität". Wie lässt sich dieses Prinzip auf das Instagram Marketing eines Künstlers anwenden?

Im Marketing und Verkauf ist uns schon lange eine Sache bewusst: Bevor es zum Kauf kommt müssen 3 Faktoren erfüllt sein.
1. Die Person muss dich kennenlernen.
2. Die Person muss dich oder dein Produkt mögen.
3. Die Person muss dir als Verkäufer vertrauen.

Vertrauen wird nicht durch einen Like oder einem schnellen Kommentar aufgebaut. Vertrauen wird geschaffen durch Kommunikation gemeinsamer Werte, Überzeugungen und Interessen, die schließlich zu gemeinsamen Geschichten führen. Diese Geschichten sind die Basis für ein gesundes Miteinander.

Es braucht mehrere ehrliche Kontakte mit der selben Person, wenn Vertrauen aufgebaut werden soll. Jede der bisher beschriebenen Strategien haben eine Sache gemeinsam: Sie erreichen den potentiellen Kunstkäufer nur 1 mal auf eine unehrliche und oberflächliche Art und Weise.

Ich zitiere einen Artikel aus dem Business Insider, der genau dieses Thema anspricht:

"A good starting point for thinking about this blend is the 'Rule of Seven,' formulated by marketing expert Dr. Jeffrey Lant. Lant states that to penetrate the buyer's consciousness and make significant penetration in a given market, you have to contact the prospect a minimum of seven times within an 18-month period."
Quelle: https://www.businessinsider.com/how-many-contacts-does-it-take-before-someone-buys-your-product-2011-7?IR=T

Die 1-per-1 Instagram Strategie für Künstler

Wir wissen also jetzt, dass es mehrere ehrliche Kontakte benötigt, um Vertrauen aufzubauen. Irgendwie auch ein no-brainer, oder? Einer meiner frühen Marketing Mentoren Nicholas Kusmich hat mir damals einen sehr hilfreichen Tipp mitgegeben:

"If everybody is doing something in one particular way, try the exact opposite and see what happens. What most people think is the right way to do things, is most certainly the wrong way to do things."

Der allgemeine Umgang auf Instagram ist oberflächlich und auf Quantität gepolt. Was wäre, wenn das komplette Gegenteil richtig wäre?

Meine 1-per-1 Strategie setzt genau hier an und bedient sich bewährter Networking Prinzipien, die auf jeder Plattform funktionieren. Egal ob Instagram, Facebook, Pinterest oder LinkedIn und Xing. Der Kontext bestimmt zwar den Rahmen der Inhalte aber der Kern der Kommunikation muss sich nicht maßgeblich unterscheiden.

Hier die Strategie kurz zusammengefasst:
- Man macht sich zur Aufgabe täglich zu einer einzigen Person einen neuen ehrlichen Kontakt aufzubauen.
- Diese Person soll ähnliche Werte, Überzeugungen oder Interessen mit dir teilen, um einfacher gemeinsame Gesprächsthemen zu finden.
- Man dokumentiert in einem Dokument mit wem man bisher interagiert hat. Word, txt, oder notepad. Wichtig ist, dass die Links zu den Instagram Profilen schnell zugänglich und klickbar sind.
- Man stellt zu dieser Person mindestens 7 mal einen Kontakt her. Entweder über persönlichen Nachrichten, Story Nachrichten oder Kommentaren. Überlege dir also ganz genau wem du deine Zeit schenken möchtest.
- Man beobachtet und kommentiert täglich alle bisherigen Accounts, die man davor ausgesucht und kontaktiert hat.
- Wenn ein Account nach 7 Kontakten nicht reagiert, wird er aus der Liste genommen. Wir wollen ja niemanden auf den Sack gehen.

Es ist eine ganz simple Herangehensweise, die dir dabei helfen kann unabhängig von der Plattform immer wieder neue Kontakte aufzubauen. Dadurch, dass du jeden Tag einer einzigen Person deine Aufmerksamkeit schenkst sind drei Faktoren erfüllt.

1. Der Kontakt ist ehrlich, weil man sich ganz genau überlegt, wem man die nächsten 7 Mal ehrliche Aufmerksamkeit schenken möchte.
2. Man hat ein Ziel vor Augen, das realistisch und einfach umsetzbar ist.
3. Man baut eine Beziehung zu Personen auf, ohne ihnen auf die Nerven zu gehen.

Ziel dieser Strategie ist es ein Netzwerk aus Personen aufzubauen, die relevant sind für dein Kunst Business. Wenn du Beispielsweise Kunst zum Thema Nachhaltigkeit machst, ist es sinnvoll in diese Szene tief einzutauchen und langsam Fuß zu fassen. Lese, studiere Beiträge und Verbindungen, kenne die wichtigen Player. So wirst du irgendwann wertvolle Beiträge und Kommentare produzieren können, die den Stein in's Rollen bringen.

Und du kannst dir sicher sein, dass jeder Kontakt ehrlich ist.

Wie sieht die 1-per-1 Instagram Strategie für Künstler in der Praxis aus?

Mal angenommen du hast einen Account und möchtest mehr Personen erreichen, die potentiell ein ehrliches Interesse für deine Kunst und über das nötige Kleingeld verfügen. Was ist der erste Schritt?

Ganz einfach. Es ist wirklich super simpel.

Der erste Schritt ist es ein repräsentatives Portfolio aus Beiträgen über deine Kunstwerke zu erstellen, die deiner Zielgruppe gefallen könnten. Gib dir Mühe, schreib schöne, informative und gut durchdachte Texte zu deinen Inhalten und achte auf hochwertige Fotografien deiner Kunst. Wieviel Beiträge bevor man richtig loslegen kann? Ich sage 12 Beiträge, aber achte auf die Qualität.

Denn was hochwertig erscheint wird als hochwertig eingeschätzt.

Mehr zu dem Thema wie du eine kaufbereite Zielgruppe findest, erfährst du in meinem Artikel: Wie Künstler mit einem Kunden Avatar eine kaufbereite Zielgruppe erreichen

Welche Faktoren sollten diese Posts im Idealfall erfüllen?
- Hohe Qualität der Aufnahme
- Schwer zu imitieren bspw. interessante Kulissen und Szenerien
- Eine durchweg erkennbare Handschrift in deiner Kunst
- Persönliche und authentische Geschichten hinter den Werken
- Emotionen wecken, denn Emotionen verkaufen ;)

Emotionen sind deshalb wichtig, weil sie Menschen dazu motivieren über deine Kunst zu sprechen. Mehr zum Thema Mundpropaganda für Künstler erfährst du in meinem Artikel zum Buch "Contagious" von Marketing Professor Jonah Berger: Die 6 wissenschaftlichen Prinzipien, mit denen deine Kunst viral geht

Der zweite Schritt beinhaltet die Recherche deiner Zielgruppe. Wo könnte sie sich aufhalten? Welche Themen könnten für deine Zielgruppe interessant sein?

Hashtags können dabei helfen Interessengruppen zu finden und Nischen zu lokalisieren. Beispielsweise #Kunstszene ist eine recht kleine Gruppe aus Kunstinteressierten und Künstlern. Sind diese aber relevant für dich? Würde jemand, der sich für deine Kunst interessiert dort unterwegs sein?

Stattdessen könntest du versuchen Veranstaltungen zu googeln, auf denen sich deine Zielgruppe rumtreiben könnte. Kongresse, Konzerte, teure Restaurants und Bars oder vielleicht Kunstausstellungen. Wenn du in der Instagram Suche auf das letzte Icon klickst kannst du direkt nach dem Ort suchen, den du im Vorfeld mit Google recherchiert hast.

Was du dann dort siehst, ist eine Auflistung mit Beiträgen, die an diesem Ort aufgenommen wurden.

Wie bereits Mundpropaganda Experte Jonah Berger in seinem Buch "Contagious" treffend formuliert hat, neigen wir Menschen dazu online Inhalte zu teilen, die uns in einem besseren Licht erscheinen lassen.

Mehr zu "Contagious" und wie deine Kunst viral geht erfährst du in meinem Artikel Die 6 wissenschaftlichen Prinzipien, mit denen deine Kunst viral geht

Jonah Berger nennt diesen Faktor "Social Currency" und stellt eine wichtige Säule für deine Recherche dar. Wenn man schon mal in ein teures Restaurant geht, eine Galerie besucht oder der Oper einen Besuch abstattet dann soll gefälligst die Welt davon erfahren... denn ich bin kultiviert! So sieht zumindest der unterbewusste Denkprozess aus, den wir laut Berger hinter diesen Beiträgen vermuten.

Erfahrungsgemäß wird es recht lange dauern, bis du auf etwas Sinnvolles triffst. Viele "normale Nutzer" fotografieren sehr uninteressante Dinge, weswegen es schwer ist einen ehrlichen Bezug zu ihnen aufzubauen. Das soll für dich aber kein Hindernis sein, ganz im Gegenteil. Du entscheidest, wem du deine Aufmerksamkeit schenkst und da solltest du auch keine Kompromisse eingehen. Es ist deine Zeit und deine Energie und nicht jeder Kontakt ist ein guter Kontakt.

Der dritte Schritt ist dann die eigentliche Interaktion. Ich bin ein Fan von Struktur und einfachen Mustern. Deswegen überlege ich mir vorher:

"Kann ich guten Gewissens drei seiner Beiträge liken und ausführlich positiv kommentieren, ohne dass ich mich wie ein Heuchler fühle?"

Wenn ich diese Frage mit Ja beantworten kann, wird kommentiert, geliked und gefolgt. (Wenn vorhanden, dann auch gleich auf die Story reagieren)

Keine Tricks, kein Firlefanz.

Wenn mir der Account besonders gut gefällt, hinterlasse ich noch eine nette Nachricht und belasse es dabei. Pensum für heute erfüllt.

Der vierte Schritt ist der Dokumentation gewidmet. Nachdem ich einen Account gefunden habe, mit dem ich interagiert habe, passieren drei Dinge.
1. Ich hinterlege den Link zu seinem Profil in einer Notiz als klickbaren link.
2. Ich notiere das Datum, an dem ich diesen Kontakt in meine Liste aufgenommen habe.
3. Ich notiere mit einem Smilie, dass ich heute den ersten Kontakt mit diesem Account hatte.

Mit jedem neuen Kontakt wächst natürlich meine Liste und ich kann so durch einen einfachen Klick in meiner Notiz zu dem jeweiligen Profil springen. Selbst bei 50 Profilen ist das nur ein einfacher Klick.

Nicht jeder Mensch veröffentlicht jeden Tag irgendwelche Fotos oder macht Instagram Stories. In den meisten Fällen braucht man dann für 50 Profile nicht länger als 10 Minuten. Wer mehrmals am Tag auf's Klo geht, kann hier die Zeit sinnvoll nutzen.

Tipp: Nicht die Stories vernachlässigen! Wenn jemand eine neue Story veröffentlicht hat, schau sie dir an und reagiere darauf. Social Media steht für soziale Medien. Sozial sein, bisherige Kontakte pflegen, neue Kontakte aufbauen, Geschichten anhören und Geschichten erzählen.

Zusammenfassung der 1-per-1 Instagram Strategie für Künstler:

In Zeiten von Datenskandal, Bots und Follower-Wahn ist es wichtig eine klare Stellung zu beziehen. Ehrliche Kontakte werden seltener und kostbarer. Authentizität und Unverfälschtheit steht oben auf der Bedürfnispyramide der Internet User.

Hier liegt deine Chance ehrlich ein vernünftiges Netzwerk aus Personen aufzubauen, die dich irgendwann weiterempfehlen, etwas von dir kaufen oder sogar zu Freunden werden. Primär geht es aber darum deine Zeit und die anderer Menschen zu respektieren während du authentisch für deine hervorragende Kunst Werbung machst.

Denn gutes Marketing ist effizientes Marketing. Quantität ist nicht effizient.

Die 1-per-1 Strategie ist simpel und effektiv. Ein einziger neuer Kontakt pro Tag und die bisherigen Kontakte pflegen. Das ist die Strategie.

Wen soll man hierfür aussuchen? Erstmal Accounts unter 10k Follower, die für Interaktionen empfänglich sind und selber interessant findet. Tauch ein in die Themenbereiche, die dich interessieren und deine Kunst betreffen.

Im zweiten Zug solltest du dich auf die Suche nach Personen machen, denen du Mehrwert bieten kannst. Journalisten und Blogger sind dankbar für jede interessante Story, wenn sie von authentischer Kunst wie deiner handeln.

PS: Insider Tipp! Instagram testet Voice Mails über Direct Message. Das ist natürlich noch persönlicher als Text. Augen offen halten und ausprobieren :)


Vielen Dank an Lilian Mühlenkamp, die zum heutigen Artikel das Titelbild zur Verfügung stellt!
Ihr erreicht Lilian übrigens auf Instagram und natürlich per Email unter [email protected]. Das Foto wurde geschossen von Jan Philip Wildschütz (Instagram: mr.philw)

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