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5 brillante Werbetipps von Marketing Legenden für aufstrebende Künstler

Uncategorized Dec 04, 2019

Im heutigen Artikel erfährst du von 5 brillanten Marketingprinzipien, die sich über die Jahrzehnte bewährt und bewiesen haben.  Nicht von mir, sondern von den Legenden dieses Handwerks.
Der Clue: Du kannst diese Tipps für die Vermarktung deiner Kunst nutzen.

Auch im Marketing wurde in den letzten Jahren sehr viel ausprobiert. Mal weniger, mal mehr erfolgreich.

Daraus entstanden bewährte Methoden, die in allen Branchen angewendet werden können, denn der Empfänger bleibt immer gleich. Es bleibt der Mensch und dieser wird sich in den nächsten Jahren nicht so schnell ändern.

Im heutigen Artikel zeige ich dir zum Einen die wichtigsten Persönlichkeiten der Marketingbranche, die für dich auch nicht ganz uninteressant sein sollten.

Zum Anderen erhältst Prinzipien, Methoden und Strategien, die auch im Verkaufen von Kunst gewinnbringend angewendet werden können und natürlich, DAS WIE.

Tipp Nr. 1:  Verstehe deinen potentiellen Kunstsammler.

In allen Branchen ist es unsere primäre Pflicht zu verstehen, wem wir etwas verkaufen wollen. Auch für dich als Künstler ist es ratsam und mit sehr vielen positiven Nebeneffekten verbunden, ein Gespür für den Kunden zu entwickeln.

Vor Allem erleichtert es dir zu entscheiden, ob du mit diesem Typ Mensch harmonierst. Dadurch vereinfacht sich auch die Produktion deiner Social Media Inhalte, weil du ein Bild davon hast, wem dieser Inhalt gefallen soll.

The goal is understanding. To persuade someone, to motivate someone, to sell someone, you really need to understand that person. - Dan Kennedy ( The Ultimate Sales Letter 4th Edition)

Dan Kennedy gehört zu den Urgesteinen der Direkt Marketing Branche und der Autor von 21 Marketing Bestsellern. Eine Person, der man zuhören sollte. Und wenn wir uns ehrlich sind: Es hört sich nach gesundem Menschenverstand an. Und das ist es auch.

Im Marketing geht es immer erst darum zu verstehen was eine Zielgruppe interessieren könnte und eine Lösung für dieses Bedürfnis zu bieten. Gleichzeitig sollte diese "Dienstleistung" auch dir als Verkäufer Freude bringt. Im Idealfall also ein Geben und Nehmen.

Sicherlich gibt es auch moralische Ausreißer aber das ist ein Thema für einen kommenden Artikel.

Wie können Künstler mehr über ihre Kunden erfahren?

Im Marketing sollte man immer nach dem Greifbarsten gehen. Was meine ich damit?

  • Wahrscheinlich haben bereits Personen außerhalb deines Bekanntenkreises von dir Kunst gekauft? Da ist es ratsam mehr über diese Kunden zu erfahren und ein bisschen mehr über ihre Gemeinsamkeiten heraus zu finden. Das hilft dir sehr dabei ein vorläufiges Profil von deinem idealen Kunden zu erstellen. Denn diese Personen haben bereits von dir gekauft. Das WARUM hinter dem Kauf verbirgt sich in ihrer Persönlichkeit. (den letzten Satz nochmal lesen)
  • Der nächste wahrscheinliche Schritt ist sich zu überlegen, wo deine potentiellen Sammler sich rumtreiben. Restaurants, Hotels, Veranstaltungen, teure Möbelgeschäfte sind nur wenige der zahlreichen Möglichkeiten. Ideal wäre es in diesen Räumlichkeiten auszustellen. Nicht unbedingt um zu verkaufen, sondern um mehr über die Reaktionen zu erfahren. Gefällt diesem Typ Mensch überhaupt meine Kunst? Die Erkenntnisse aus diesen Aktionen sind sehr hilfreich, um deine potentiellen Sammler besser zu verstehen.

Tipp Nr. 2: Harte Arbeit zahlt sich aus

Was passiert wenn wir mit irgendeinem vermeintlichen Experten konfrontiert werden? Man stellt sich die Frage, wer der Kerl überhaupt ist. Woher hat der sein Wissen und seine Fähigkeiten? Wir werden immer misstrauischer und mit der steigenden Beschallung der unterschiedlichsten Werbungen wird der "Bullshit Filter" immer stärker.

Umso schwieriger ist es für den unerfahrenen "Selbstvermarkter" authentisch und ehrlich aus der Masse hervorzustechen.

Auch diesmal ein Zitat von Dan Kennedy, der auch lange Zeit im Luxussegment erfolgreich Werbestrategien entwickelt hat:

The ultra rich are deeply suspicious of anyone or anything not symbolic of hard work and methodical development. If you set out to sell them, for example, an exotic safari or fishing trip, the story of your background and how you made yourself the reigning Expert [...] carries more influence than the most persuasive description of the trip and its amenities." - Dan Kennedy (NO B.S. Marketing To The Affluent)

Je teurer deine Werke, umso wichtiger ist dieser Punkt.

Momentan stellt ein neuer Künstler die Kunstwelt auf den Kopf und versammelt Film und Musikgrößen wie Usher und Leonardo DiCaprio um sich. Seine Story? In den Slums aufgewachsen, mit Graffiti begonnen, selbständig eine eigene Schrift entwickelt und bemalt jetzt Bentleys & Sportwagen, Yachten, ganze Hochhäuser und natürlich Leinwände. Kein Studium, kein Kurator Freund, kein reicher Papa. Dafür 'ne geile Geschichte.

Wie können Künstler ihre harte Arbeit vermarkten?

Die Wahrnehmung bestimmt unsere Realität. Wenn wir ständig mit einer Tatsache, Geschichte oder Situation konfrontiert werden, dann wird diese irgendwann Teil unserer empfundenen Realität. Bisschen umständlich vielleicht, deshalb noch mal auf Deutsch:

Was wir öfter sehen, brennt sich ein.

Und wenn du willst, dass sich dein potentieller Sammler deiner harten Arbeit bewusst wird, muss er davon erfahren.

Immer mit wechselnden Perspektiven, Geschichten und Medien.

In dem Fall kannst du deinen Schaffensprozess und die Arbeit dahinter beleuchten. Denn vieles, was für den Betrachter zufällig oder unwichtig erscheint hat sicherlich für dich eine Bedeutung oder ist dir persönlich wichtig.

Menschen wollen davon mehr erfahren. Solange es in Geschichten verpackt ist. Keep it simple, keine hochgestochene Sprache, einfach so wie du bist.

Tipp Nr. 3: Gefühle sind die Eintrittskarte

Hast du dir schon mal die Frage gestellt, was diese Parfum Werbungen sollen? Irgendwie hat keiner dieser Werbungen wirklich etwas mit dem Duft zu tun, noch lässt sich darauf schließen, wie dieser Geruch wirklich riecht.

Womit hier gearbeitet wird ist die Atmosphäre. Wenn man in ein nobles Restaurant essen geht sind schließlich Einrichtung und Umgang mit den Kunden genau vorgegeben.

Studien haben sogar bewiesen, dass in Weingeschäften öfter deutscher Wein verkauft wird, wenn im Hintergrund deutsche Musik läuft.

" People will spend any amount of money on anything that will change how they feel. Provide it and you will be rich" - Claude C. Hopkins (Scientific Advertising)

Claude C. Hopkins ist eine absolute Marketing Legende und dafür verantwortlich, dass in der westlichen Welt das Zähneputzen populär wurde. Er entwickelte die Werbekampagne für PepsoDent (muss man nicht kennen) und verstand schnell, dass die Erfahrung mit dem Produkt entscheidend ist. Er hat für diesen Effekt weniger als eine Din A5 Seite benötigt.

Wie können Künstler bei ihren Kunden Emotionen wecken?

Wenn man weiß, was den Kunden beschäftigt, wach hält und brennend interessiert, ist es einfacher die passenden Inhalte zu präsentieren. Weil auch hier geht es darum deinem potentiellen Sammler mit Informationen zu versorgen, die ihn interessieren könnten.

Wenn diese positive Emotionen bei deinem Kunden hervorrufen, dann bleibt das einfach besser hängen.

Ein Zeitraffer Video kann dabei helfen spektakuläre Inhalte zu erstellen, die überraschen und deine Fans unterhalten. Es ist einfach interessant und zieht Aufmerksamkeit. Dabei sieht man erst die ganze harte Arbeit, die du in deine Kunst steckst. (Du erinnerst dich bestimmt noch an Tipp Nr. 2)

Geschichten und Erzählungen mit denen sich deine Zielgruppe identifizieren kann, sind auch sehr effektiv. Dabei stärkst du deine wahrgenommene Marke und lässt Menschen an deiner Arbeit teilhaben. Das Leben eines Künstlers ist interessant, vor Allem wenn man sich für seine Kunst interessiert. Nur Mut!

Tipp Nr. 4: Achte darauf wofür deine Kunden Geld ausgeben

Alle haben Angst vor den Internet Riesen Facebook und Google. Verständlich, allerdings wird oft ein ganz großer Spieler auf dem Parkett übersehen oder vergessen. Amazon.

Amazon weiß mehr über unsere Interessen und das individuelle Kaufverhalten als jede andere Plattform.

Wenn uns jemand fragt, ob wir uns für das Theater interessieren werden viele aus verschobener Selbstwahrnehmung mit einem klaren JA antworten. Doch wo unser Geld hin fließt, sagt mehr über unsere Interessen aus, als das was wir sagen.

"People don't always put their money where their mouth is, but they do nearly always put out there money where their true desires are." - Gary C. Halbert ( The Boron Letters)

In der gesammelten Serie aus Briefen für seine Söhne, vereinte Gary C. Halbert Lebensweisheiten und Marketing Wissen, das bis heute noch Marketer alles Branchen beeinflusst und bereichert. Eine absolute Legende, auch wenn er diese Briefe im Knast geschrieben hat. Steuern oder sowas.

Wie können Künstler herausfinden, wofür ihre Kunden Geld ausgeben?

Natürlich hast du keinen Zugriff auf die letzten Bestellungen deiner Kunden auf Amazon. Und natürlich hast du keine Möglichkeit ihre Ausgaben zu kennen. Was du aber kannst, ist sie zu beobachten.

Ob nun bei einem Atelierbesuch oder in Gesprächen über den letzten Ausflug: Die Details erzählen dir viel über ihr Kaufverhalten.

  • Welche Kleidung tragen sie? Marken, bestimmter Stil, Hinweise auf bevorzugte Sportarten, Accessoires.
  • Über welche Themen spricht dein Kunde gerne? Da einfach mal nachbohren und versuchen zu erfahren, wie wichtig bestimmte Dinge für ihn/sie sind. Daraus lässt sich der ein oder andere Kauf vermuten.

Auch die Interaktion auf Instagram mit deinen Inhalten gibt dir die Möglichkeit, mehr über deinen potentiellen Kunden zu erfahren.

Dazu machst du dir am Besten eine Liste mit den Personen, die regelmäßig deine Inhalte mit "Gefällt mir" markieren und kommentieren. Dabei bitte darauf achten, dass diese Personen sich auch außerhalb deines Bekanntenkreises befinden und das nötige Budget für deine Kunst besitzen.

Dann siehst du dir einfach an, was sie auf ihren Fotos zeigen. Aber Achtung, die Wahrnehmung ist auf Instagram etwas verzerrt, weswegen man da mit Annahmen vorsichtig umgehen sollte. Es hilft dir trotzdem dabei ein grobes Verständnis für die Dinge zu entwickeln, die diese Personen besitzen und erleben.

Tipp Nr. 5: Kurze Texte lassen zu viel Raum für Interpretationen

"Halte dich kurz" heißt es oft. Die Simplizität ist im Design ein wichtiges Thema, weswegen erfolgreiches Design oft mit der Fähigkeit alle überflüssigen Aspekte zu entfernen verbunden wird.

Auch heute glauben viele Menschen, dass niemand mehr lange Texte liest. Wir sind beschäftigter als je zuvor, deshalb spar dir den Salat! Oder was sagt eine Marketing Legende wie David Ogilvy dazu?

"Direct response advertisers know that short copy doesn't sell. In split run tests, long copy invariably outsells short copy." - David Ogily (Ogilvy on Advertising)

Auch wie der zuvor erwähnte Gary Halbert hat zu diesem Thema auch etwas zu sagen:

"Copy can never be to long, only too boring!" - Gary Halbert

Alle Giganten der Marketing Hall of Fame, John Caples, Claude Hopkins, David Ogilvy, John E Kennedy, Eugene Schwartz, Maxwell Sackheim (der heißt wirklich so), Walter Weir... alle sind der selben Meinung:

Ein gut geschriebener und langer Text ist effektiver als ein kurzer Text. Immer. Warum? Je länger jemand deine Aufmerksamkeit hat, umso einfacher ist es im Gedächtnis zu bleiben.

Wie können Künstler mit langen und interessanten Texten ihre Kunst verkaufen?

Die Qualität des Textes ist entscheidend. Je länger und ansprechender der Text, umso überzeugender wird er sein. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man Texte nicht unnötig aufblasen sollte.

Aber schreibe einfach genug, um zu informieren, ein Verlangen zu schaffen, zu überzeugen und Menschen zum handeln zu motivieren. Egal ob man dazu aufruft zu kommentieren, zu liken oder etwas zu kaufen.

Denn anders als in einem Verkaufsgespräch kannst du nicht spontan auf Einwände oder Fragen reagieren. Diese bleiben in deinen Texten unbeantwortet und lassen zu viel Spielraum für falsche Rückschlüsse.

Bei der Beschreibung deiner Kunst ist dieses Prinzip besonders hilfreich.

  • Gehe auf den Schaffensprozess ein,
  • erzähle die Geschichten dahinter,
  • was andere über deine Kunst sagen,
  • was dir dabei durch den Kopf schießt,
  • wie ein potentieller Atelierbesuch aussehen würde,
  • wie der Transport der Kunstwerke abläuft usw.,
  • ist die Kunst überhaupt versichert,
  • welcher Typ Mensch ist an deiner Kunst bisher interessiert gewesen,
  • planst du auch in Zukunft Ausstellungen und Kooperationen?

Du siehst, es geht darum zu verstehen, was dein Kunde wirklich wichtig und interessant findet. (Siehe Tipp Nr. 1)

Zusammenfassung:

Wenn wir rückblickend die Tipps zusammenfassen werden uns 3 Dinge klar:

  1. Es ist sehr wichtig zu wissen, wem man seine Kunst verkaufen will.
  2. Geschichten helfen dir dabei deine Kernaussagen überzeugend zu kommunizieren.
  3. Menschen wollen mehr Informationen, wenn sie interessant und sinnvoll sind.

Auch wieder der Gedanke: Eigentlich ist das doch gesunder Menschenverstand.

Diese simplen Prinzipien haben einen Vorteil: Einmal verstanden kannst du spontan auf neue Situationen reagieren ohne dich jedes mal neu einlesen zu müssen. Du bist schneller, konzentrierter, aufmerksamer und effektiver darin, deinen potentiellen Sammlern das zu bieten was sie wirklich wollen.

Sinnvolle Kunst, die ihre Persönlichkeit anspricht.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, hinterlasse mir doch eine Nachricht auf Instagram und teile ihn mit jemandem, der von diesen Tipps profitieren könnte.

Bei Fragen stehe ich dir auch gerne persönlich unter [email protected] zur Verfügung. Mir hat es sehr viel Freude bereitet diesen Artikel zu schreiben und freue mich schon auf den Nächsten. Gespannt bleiben ;)


Vielen Dank an Isabel Edsperger, die zum heutigen Artikel das Titelbild zur Verfügung stellt!
Ihr erreicht Isabel übrigens auf Instagram, ihrer Homepage und natürlich per Email unter [email protected]

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